Szaloncukor, Süßes am Baum – eine ungarische Tradition

Jipiieh, endlich schneit es! Und es sind richtig große Schneeflocken die da heute vom Himmel fallen. So langsam bekomme ich Weihnachtsgefühle – wird aber auch Zeit! Jetzt mit Kerzenlicht, Teekanne und leckerem Szaloncukor die Vorweihnachtszeit genießen!

Weihnachten in Ungarn ohne Szaloncukor kann man sich kaum vorstellen. Die süße Spezialität ist die wichtigste Süßigkeit während der Weihnachts- und Adventszeit. Es handelt sich dabei um leckeres Konfekt mit Schokolade umhüllt. Die Füllungen sind meist verschieden, mal besteht sie aus Marzipan, Fruchtgelee oder Punsch mal aus Maronenfüllung. Man kann sie in Tüten abgepackt, oder in großen Kiloportionen zum Abwiegen kaufen. Jede ist mit leckerer Schoki überzogen und in buntem Weihnachts-Glitzerpapier verpackt.

Und weil der bunte Szaloncukor sich durch seine dekorative Hülle wunderbar als weihnachtlicher Schmuck eignet, wird am Heiligabend traditionell der Weihnachtsbaum damit geschmückt. In Ungarn gibt es keinen Baum, der nicht über und über mit den süßen Bonbons dekoriert ist. Jedes davon wird von Hand an einen Bindfaden geheftet und an den Baum gehängt. Am 24. biegt sich dieser förmlich unter der süßen Last. Aber es dauert nicht lang und die Äste, die sich am 24. noch deutlich nach unten bogen, sind 26. Dezember meist von der Last befreit. Denn es gibt eine weitere Tradition: die Zuckerl werden heimlich vom Baum stibitzt. Eins nach dem anderen wird aus der bunten Hülle geschält und verspeist. Dabei achtet man darauf, dass die bunte Hülle, zwar leer aber so schön wie möglich am Baum hängen bleibt. Eine nette Sache, wie ich finde. Wenn ihr euren Weihnachtsbaum auch mal mit ungarischem Konfekt schmücken wollt, bei Amazon kann man sie bestellen.

Weinachtsdeko selbst gemachtFotos von la papetina

Ich habe mir als weihnachtliche Dekoration dieses Jahr etwas besonderes ausgedacht. Mein Weihnachtszweig wird mit selbst verpacktem Szaloncukor behängt. Dafür habe ich buntes Geschenkpapier und weißes Seidenpapier gekauft. Für die Bonbons verwende ich echte Szaloncukor, die ich aus Ungarn mitgebracht habe. Ihr könnt aber auch Karamellbonbons verwenden, die haben eine ähnliche Form und eigenen sich super zum Verpacken. Zuerst werden die Bonbons in weißes Seidenpapier gewickelt. Die Enden des Papiers werden fransig eingeschnitten. Dann wird das ganze mit buntem Geschenkpapier umhüllt. Dabei darauf achten, daß die weißen Fransen unter dem Geschenkpapier hervorschauen. Mit einem Geschenkband oder einem dünnen Bindfaden kann man die Süßigkeit nun an einen Ast oder den Weihnachtsbaum hängen.

Prädikat: lecker!

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