Von Aprikosen und der Leichtigkeit des Seins …

Im Süden der Toskana riecht es nach Sonne, Sommer und ein bisschen nach Mare. Die Nächte sind lau, nachts funkeln die Sterne am Himmel und die Grillen zirpen. Die sanften Hügel und Hänge speichern tagsüber die Wärme und geben sie nach Sonnenuntergang wieder frei. Ich liebe dieses Klima.

Toskan

Fotos von la papetina

Wir sitzen auf der Terrasse unseres Ferienhäuschens. Den Bauch voll mit leckerer Trüffelpasta und Aprikosentarte lauschen wir der friedlichen Abendstimmung. Z.R. fragt mich. „Sag mal, mit was oder wem würdest Du eigentlich tauschen, wenn Du könntest?“ Ich überlege, gute Frage! „Vielleicht mit dem kleinen Aprikosenbäumchen auf einem Hügel dort drüben. Ja, das wär schön! Tagsüber würde ich mir die Sonne aufs Geäst scheinen lassen und jeden Abend gibts ein gigantischer Sonnenuntergang. Und zum Leben würde mir Wasser, Licht und Wärme reichen.“

Z.R. sieht mich entsetzt an. „Also das wäre mir aber ein bisschen zu wenig! Da wäre ich lieber das Trüffelschwein eines italienischen Großgrundbesitzers. Quer durch die toskanischen Wälder auf Trüffeljagt gehen, wäre schon eher meins. Die Guten kommen dann ins Töpfchen und die schlechten ins Kröpfchen, lecker!“ Es freut mich, dass Z.R. was Trüffel betrifft, endlich auf den Geschmack gekommen ist..

Aprikosen

Foto von la paptina

Die Erntezeit von Aprikosen auch Marille genannt, beginnt relativ früh. Einheimische Aprikosen gibt es von Mitte Juli bis Ende August. In der südlichen Mittelmeerregion werden die ersten Früchte bereits ab Ende Mai geerntet, die Hauptsaison endet schließlich im September. Die süßen Früchte reifen nicht nach, d. h. sie müssen reif geerntet werden und während dieser Zeit so viel wie möglich Sonne tanken.

Fisch gebacken, süß und lecker

Je reifer sie sind, desto besser schmecken sie natürlich. Richtig reif sind Aprikosen, wenn sich ihre Bäckchen orangerot färben. Die Bauern nutzen zur genauen Bestimmung des Reifegrades einen sogenannten Colorimeter, mit dessen Hilfe die einzelnen Farbabstufungen exakt bestimmt werden können

Foto von la papetina

Ihren Ursprung haben die Aprikosen wahrscheinlich in Nordchina, wo sie bereits vor 4000 Jahren kultiviert wurden. Durch chinesische Händler gelangten sie anschließend nach Armenien und Persien. Alexander der Große brachte die süße Frucht um 334 v. Chr. schließlich nach Europa.

Aber in der Toskana gibt es nicht nur Aprikosen, sondern auch Mandel-, Pfirsich- und Olivenbäume. Alles wächst und gedeiht hier scheinbar ohne großes Zutun. Die Märkte strotzen nur so vor reifem Gemüse und Obst – herrlich!

Foto von la papetina

Und wenn Ihr jetzt auch ein wenig Lust auf toskanisches Flair bekommen habt –  hier ist das Rezept der Aprikosentarte. Ganz einfach zum nachbacken.

Zutaten: 125 g Mehl, 1 Prise Salz, 75 g Zucker, 1 Eigelb, 100 gButter, 450 g Aprikose(n)

Zubereitung: Aus Mehl, Salz, 50 g Zucker, dem Eigelb und 70 g Butter einen Mürbeteig bereiten und mindestens 1 h kalt stellen. Die Aprikosen waschen, entsteinen und in Spalten schneiden. Teig auf die Größe der Form ausrollen, Aprikosenspalten rosettenförmig darauf verteilen und leicht andrücken. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C etwa 30 – 35 Minuten knusprig backen. Wenn man den Kuchen noch leicht warm als Dessert servieren möchte, schmeckt etwas Vanilleeis sehr gut dazu. Als Kuchen zum Kaffee schmeckt er am beste mit einem Klecks Sahne.

Variation: Wer mag kann über die Aprikosen noch gehackte Mandeln geben, oder Streusel. Das schmeckt vorallem dann gut, wenn die Aprikosen noch ein wenig sauer sind.

Tischdekoration – Namensschild

Foto von la papetina

Und zum Schluss noch eine Deko-Idee: Aprikosen als Tischkärtchen, das macht sich prima bei einer Gartenparty oder einem kleine Familienfest. Schmale Papierstreifen zuschneiden entweder mit Namen bedrucken oder von Hand beschriften. Beide Enden der Streifen um einen Zahnstocher drehen, damit sie sich schön einrollen. Dann ein Ende mit etwas Kleber am Zahnstocher fixieren und in die Aprikose stecken. Fertig ist ein Aprikosen-Tischkärtchen.

Prädikat: aprikosig

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4 Kommentare zu “Von Aprikosen und der Leichtigkeit des Seins …

  1. Hallo Mirja

    Deine Seiten sind super interessant und wunderschön .
    Die Anneliese und ich bewunden deine Ideen die du von
    der Toskanareise mitgebracht hast. Mach weiter so.
    Du bist spitze.
    Deine Claudia Michalas und Anneliese Maier

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